Zusatzversicherung

Zahnzusatz ist seit 2005 teuer geworden und die Tendenz ist steigend. Nicht selten reißen die Dritten ein großes Loch in die Haushaltskasse zahlreicher Patienten. Abhilfe schaffen können Zahnzusatzversicherungen, die die entstandenen Versorgungslücken schließen können. Doch auch hier lohnt es sich vor dem Abschluss der Versicherung die Spreu vom Weizen zu trennen und mögliche Rabatte näher ins Auge zu fassen und diese auszuhandeln.

Zahnzusatz und der Schadenfreiheitsrabatt

Viele Zahnzusatzversicherungen bieten ihren Kunden ein so genanntes Schadensfreiheits-Prämiensystem, welches in seiner Staffelung im Grunde mit dem einer Kfz-Versicherung vergleichbar ist. Im Regelfall beginnt der Neukunde nach dem Versicherungsabschluss in der Schadenfreiheitsklasse 0 bis 5 (SF 0-5 genannt) und muss vorerst den vollen Versicherungsbetrag entrichten. Jedoch lassen sich hier mit einigen Tricks und dem richtigen Know-how bereits Rabatte über den schnellen Wechsel, oder den direkten Einstieg, in eine niedrige Schadensfreiheitsklasse erzielen.

Um die Prämien- und Rabattklasse zu bestimmen, werden die im vergangenen Anrechnungsjahr in Anspruch genommenen Leistungen berechnet. Nur wenn in diesem Zeitraum – immer vom 1. Oktober des vorherigen bis zum 30. September des aktuellen Jahres – keine zahnerhaltenden oder -ersetzenden Leistungen in Anspruch genommen wurden, ist ein Aufstieg in die nächste, höhere Rabattklasse möglich. Prophylaxe ist von dieser Rechnung ausgeschlossen. Im Normalfall ist ein Aufstieg jedoch nur dann möglich, wenn der Vertrag bereits zum 30. September des aktuellen Kalenderjahres bestanden hat – sprich, nur wenn dieser innerhalb des laufenden Versicherungsschutzes abgeschlossen wurde.

Nun bieten viele Zahnzusatzversicherungen ihren Neukunden jedoch, bei Vorlage ihres zurückliegenden Behandlungsplanes und eines vollen Bonusheftes, bei direkter Nachfrage ebenfalls einen direkten Aufstieg an. Ist dies nicht der Fall lässt sich dieser allerdings auch erzielen, wenn man den Vertrag Mitte September abschließt. Hier ist der Aufstieg aber erst zum Beginn des folgenden Jahres möglich. Der höchste Rabatt lässt sich übrigens nur mit einer nachweislichen Zahnschadensfreiheit von 10 Jahren (SF 10) erzielen. Mit dieser lassen sich maximal 25 Prozent des regulären Beitrages einsparen.

Rabatt-Tipps und -Tricks für die Zahnzusatzversicherung

Ebenfalls einsparen lässt sich bei der Zahnzusatzversicherung mit der Form der gezahlten Beitragszahlungszeiten. Viele Versicherungen bieten ihren Kunden einen rund 2 bis 5 Prozent hohen Rabatt, wenn diese ihre Beitragszahlungen nicht monatlich staffeln, sondern diese jährlich oder halbjährlich entrichten. Oftmals lässt sich ein weiterer Bonus durch die Zahnschadensfreiheit verbinden, was weitere Einsparungen bei den monatlichen Kosten für die Zahnzusatzversicherung zur Folge hat. Es sei bemerkt, dass wenn man Leistungen in Anspruch nimmt, 4 leistungsfreie Jahre vergehen müssen, bis man wieder in den Genuss von Rabatten kommt.

Ein weiteres Mittel um Neukunden auf einfache und unkomplizierter Art und Weise zu gewinnen – und als solcher entsprechende Rabatte abzugreifen -, ist ein online Vertragsabschluss. In diesem Fall lassen sich nicht selten direkt und ohne notwendige Vorlage von Behandlungspläne, Bonusheften und Schadensfreiheiten monatliche Rabatte von bis zu 30 Prozent erzielen. Diese sind jedoch nicht immer von Dauer, sondern beziehen sich oft auf eingeschränkte Zeiträume. Hier eignet sich, wie bei allen anderen Rabattmöglichkeiten und Zahnzusatzanbietern auch, ein ausgiebiger Vergleich des Leistungsangebotes und Tarifes. Natürlich noch vor dem Vertragsabschluss.